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Burggrub, Heiligste Dreifaltigkeit

Die ersten Absichten, in Burggrub eine katholische Kirche zu bauen, sind aus dem Jahre 1710 überliefert. Zunächst musste man mit einem Raum im Amtshaus, auch Schloss genannt, vorlieb nehmen.

Am 21. Januar 1731 hielt Pater Rudolpho Jünnemann den ersten Gottesdienst zu Burgggrub im Gewölbe, sonst Kanzlei genannt. Die Kanzlei befand sich demnach bereits im alten Amtshau, welches nach dem 30-jährigen Krieg gebaut wurde, soweit zu ersehen bereits an der Stelle, wo auch der Nachfolgerbau errichtet wurde (Haus-Nr. 18).

Beim Bau des neuen Amtshauses 1749 wurde von Haus aus eine Kapelle im Nordflügel vorgesehen. Baumeister war damals Wenzeslaus Schwesinger aus Waischenfeld. Diese neue Schlosskapelle wurde 1776 um den Ostflügel erweitert und im Jahre 1777 der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht.

Der Hochaltar zeigt in seiner Mitte die Krönung Mariens durch die Heilige Dreifaltigkeit, die freudenreiche Trinität, gemäß Weihe der Kirche. Die Kunsthistoriker sprechen von einer spätgotischen Nachbildung des Gößweinsteiner Gnadenbildes. Als Kuriosum ist zu bemerken, dass Gott Sohn nicht zur rechten, sondern zur linken Seite des Vaters sitzt. Das Werk wird der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zugeschrieben. Das Bild wurde im Jahre 1737 restauriert und dabei sein Alter auf 300 Jahre geschätzt. Das Kunstwerk soll aus der St. Gangolfskirche in Bamberg stammen.

Am Seitenaltar stehen die an die Franziskaner erinnernden Statuen des heiligen Franziskus und Antonius. Zu erwähnen ist noch die kleine pathetische Vespergruppe; sie soll von Grauppensberger sein. Auf ihrer Rückseite steht die Inschrift „Joh. Hobs 1722“.

In den Jahren 1994 bis 1996 wurde die Kirche von Grund auf renoviert. Leider muss die Kirche außerhalb der Gottesdienstzeiten geschlossen bleiben, da die Lage des Gotteshauses (direkt an der Hauptstraße) schlecht einzusehen ist.

Kirchweih

Letzter Sonntag im August

Geschichtliches

Philipp Adam Sigismund Schenk von Stauffenberg verunglückte 1724 tödlich und konnte seinen Plan, ein Kloster für die Franziskaner in Burggrub zu bauen, nicht mehr umsetzen. Daher errichtete seine Witwe Maria Elisabeth 1735 eine Stiftung zum Unterhalt von zwei Patres und einem Laienbruder. Drei Franziskaner zogen in das heute nicht mehr vorhandene „alte Pfarrhaus“ in Burggrub und führten es als einfaches Hospiz. Das Gewölbe im benachbarten Amtshaus, der heutige Altarraum der Kirche, diente ihnen als Kapelle, die jedoch schon bald zu klein wurde. 1776 wurde das Amtshaus um den Flügel erweitert, in dem sich heute Orgelempore und Kirchenbänke befinden. 1777 wurde die Kirche der Hl. Dreifaltigkeit geweiht. Der Hochaltar zeigt die Krönung Mariens durch die Hl. Dreifaltigkeit. Die beiden Statuen der Heiligen Franziskus und Antonius am Seitenaltar erinnern an den Franziskanerorden. Erst 1781 wurde der kleine Turm aufgesetzt, in dem sich die beiden Glocken „Friedrich“ und „Carl“ befinden.